Finaly Free

von Sven

Hier geht es zum sechsten Teil der Serie.

Lange ist es her, das ich meine „Schulden“ Serie hier angefangen habe, lange hatte ich keinerlei Motivation, diese zu einem Ende zu bringen. Die Gründe dafür dürften bekannt sein.

Aber alles muss ein Ende haben, wie auch immer eben jenes aussieht, von daher werde ich nun die letzten Zeilen hierzu aufschreiben.

Ich habe im Endeffekt die gesamte Summe, die ich benötigte, um alle Schulden auf die Bank umlegen zu können erhalten, alle Aufstände bezahlt und vor einiger Zeit auch bei der Bank meine Schuld getilgt. Die Inkassofirma  nahm mein Angebot an, durch eine einmalige Sofortzahlung meine Schuld als beglichen anzusehen. Möglich wurde das unter anderem dadurch, das dem Inkassounternehmen keine realen Kosten bei einer Mahnung entstehen und ich diese Mahngebühren auf jeden Fall erlassen bekommen würde, sollte mein Sofortzahlangebot nur groß genug sein. Des weiteren kauft ein Inkassounternehmen solche Schulden von den Gläubigern nicht für die volle Schuldsumme ein, so mein Bankberater, wodurch sich noch mehr Spielraum ergab.

Durch die Umschuldung waren meine Schulden keineswegs weg, aber sie waren geregelt. Pro Monat 100 Euro an einen einzigen Gläubiger zahlen oder mit Kläckerbeträgen x Gläubiger nicht befrieden zu können und im Zweifel durch Unachtsamkeit oder finanziellen Engpass erneut mit mehreren Parteien verhandeln zu müssen, da ist die Bank eine sehr gute Alternative.

Ich weiß nicht mehr, wie direkt danach ich mich um meinen finanziellen Haushalt ich mich gekümmert habe, aber diese ganze Schuldenzeit hat einiges Verändert. Ich sparte nun Geld an, direkt am Monats Anfang, bleibt am Ende des selbigen doch eh nichts oder wenig übrig und zerrt so nur ungehindert an der eigenen Motivation und dem neu gewonnenen Selbstvertrauen. Ein kleiner Betrag floss auf ein Tagesgeldkonto, der nächste kleine Betrag auf einen Vertrag, der einige Tage brauchen würde, bis er ausgezahlt werden konnte, der dritte kleine Haufen auf einen Vertrag mit 3 monatiger Kündigungsfrist. Der Vorteil für mich war hier ganz klar: obwohl ich so höchstens um die 60.- Euro sparte, würde sich das Geld genauso anhäufen wie einst meine Schulden. Stück für Stück. Des weiteren war es mir nicht möglich, einfach alles auf einmal aus einem Kaufimpuls heraus auszugeben. Ein drittel war kurzfristig, das andere mittelfristig und das letzte drittel langfristig abgesichert vor mir. Und trotzdem war es schnell genug erreichbar, sollte ich wirklich dringend Geld benötigen. So sprach ich mit meinem Banker ab, das jenes letzte drittel mit der drei monatigen Kündigungsfrist im Notfall als Sicherheit für einen erneuten Kredit dienen würde.

Weiterhin habe ich nach Möglichkeit alle Verbindlichkeiten, so fern sie durch meine Schulden nicht eh schon aufgelöst waren, gelöst. Kein Vertragsdandy mehr, keine Abos oder ähnliches, nur die wichtigsten Versicherungen.

 

Ich wünsche Dir, der Du das hier nun alles liest, gelesen hast oder noch lesen wirst viel Erfolg auf Deinem Weg aus der finanziellen Depression, hinaus in ein Leben, welches wieder Spaß macht und Vergnügen bereitet.

Sven

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